• V wie Viteus vitifoliae - Champagner ABC - Urban Drinks

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V wie Viteus vitifoliae

Hinter dem Namen Viteus vitifoliae verbirgt sich die Reblaus. Es handelt sich hierbei um einen Pflanzenschädling, der, wie der Name es bereits andeutet, es insbesondere auf Weintrauben abgesehen hat. Die Reblaus, die eine Verwandte der Blattlaus ist, stammte ursprünglich aus Nordamerika. In den 1860er Jahren wurden einige Rebstöcke von der Ostküste der Nordstaaten zunächst nach London und anschließend nach Frankreich transportiert. Dies geschah als Hilfeleistung, da die Weinbauregionen Frankreichs bereits in den 1850er Jahren schwer von einer Mehltausekrise getroffen wurden. Zu jener Zeit wurde noch nicht so stark darauf geachtet, was etwaige organische Lieferungen an Schädlingen mit sich führen könnten. So ist es wenig überraschend, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach genau diese Reben waren, die die Reblaus in die Champagne brachten. Dort war sie für eine große Krise verantwortlich, indem sie in Scharen große Teile der Anbaugebiete vernichtete. Die Reblaus, die sich an den Blättern festsetzt, ist dabei relativ harmlos. Die Wurzelreblaus sorgt dafür, dass die Rebe aufgrnd von Nährstoff- und Wassermangel abstirbt. In ganz Frankreich fielen ihr insgesamt etwa 2,5 Millionen Hektar an Rebflächen zum Opfer. In der Champagne litten insbesondere die Bestände der Rebsorten Petit Meslier, Pinot Gris, Pinot Blanc und Arbane unter der Katastrophe. Diese Variationen werden in der Champagne heute nur noch in einem sehr geringen Anteil von nicht einmal 0,3% angebaut.

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