• R wie Remuage - Champagner ABC - Urban Drinks

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R wie Remuage

Die Remuage, das Rütteln, ist der Arbeitsschritt vor dem Enthefen. Diese Methode wurde 1813 von Anton von Müller entwickelt, der zu jener Zeit als Kellermeister unter der berühmten Champagner-Witwe Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin bei Veuve Clicquot tätig war. Bis dahin verblieb die abgestorbene Hefe im Champagner, was ästhetisch nicht gerade befriedigend war. Mit der Erfindung der Remuage hatte dies ein Ende. Kurz vor dem Ende der Reifezeit werden die Flaschen schräg mit dem Kopf voran in ein sogenanntes Rüttelpult gesteckt. Dies ist ein Gestell aus Brettern, die mit Löchern für die Flaschen ausgestattet sind. Der Remueur ist dafür verantwortlich, die Flaschen täglich sachte um ein kurzes Stück zu drehen und zu kippen, damit sich die Heferückstände letztendlich im Flaschenhals ablagern. Am Ende des Schritts müssen die Flaschen fast senkrecht stehen, um schließlich zum Enthefen übergehen zu können. In einigen kleinen Champagnerhäusern wird diese Arbeit noch von Hand erledigt. Bei großen Marken wie beispielsweise Moët & Chandon wird beispielsweise gerade einmal ein Fünftel der produzierten Flaschen von Hand gerüttelt. In der Regel wird diese Arbeit von Robotern maschinell erledigt. Rein von der Qualität ausgehend, macht es keinen Unterschied, ob die Flaschen per Hand oder Maschine gerüttelt werden. Am Ende sammelt sich die Hefe so oder so im Flaschenhals an. Es macht ab einer gewissen Produktionsmenge lediglich weitaus mehr Sinn, auf eine Maschine denn auf Handarbeit zurückzugreifen.

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