• Long Island Ice Tea

Long Island Ice Tea: Was kommt in den Cocktail und woher kommt er eigentlich?

In Cocktailbars darf dieser Drink auf keiner Karte fehlen: der Long Island Ice Tea, oft auch nur „Long Island“ genannt. Kommt dieser Cocktail aus Long Island und handelt es sich bei dem Drink wirklich um einen Ice Tea? Diese Fragen sowie weitere Hintergrundinformationen werden im Folgenden beantwortet und erklärt.

Der Long Island Ice Tea ist ein Cocktail der besonderen Art. So viele verschiedene Spirituosen wie in diesen alkoholischen Ice Tea kommen nämlich in kaum einen anderen Cocktail. Obwohl die genauen Zutaten oft variieren, können Tequila, Vodka, weißer Rum, Triple Sec und Gin als gewöhnliche Ingredienzien festgelegt werden. Wie Sie sich wahrscheinlich bereits denken können, handelt es sich bei dem Long Island Ice Tea um keinen normalen Eistee. Dieser „Tee“ ist stark alkoholisch, hat aber – und dies war für die Namensgebung ausschlaggebend – eine ähnliche Farbe sowie einen ähnlichen Geschmack wie ein Ice Tea. Mit der Halbinsel Long Island hat der Cocktail also nichts zu tun. Für die trübe, bernsteinfarbene Tönung sind aber nicht etwa die vielen Spirituosen, sondern die beigefügte Cola entscheidend.

Für die bekannteste Variante des Long Island Ice Teas werden Vodka, Gin, Tequila, Rum und Triple Sec in gleichen Teilen mit 1,5 Teilen saurem Sirup und einem Spritzer Cola gemischt. Während die meisten Rezepte für den alkoholischen Ice Tea eine Benutzung von gleichen Teilen der Spirituosen vorsehen, gibt es auch einige, die weniger Triple Sec vorschlagen. Außerdem wird der Einfachheit halber auch oft auf den sauren Sirup verzichtet und stattdessen Zitronensaft verwendet. Der saure Sirup ist eigentlich sehr einfach selbst herzustellen, bedarf nur etwas Zeit. Hierfür stellen Sie einen Zuckersirup her, für den sich – sofern Sie das Rezept dafür nicht kennen – eine Vielzahl von simplen Rezepten im Internet finden. Den fertigen und abgekühlten Sirup mixen Sie daraufhin mit frisch gepresstem Zitronensaft und lassen die Mischung dann noch einige Stunden im Kühlschrank ziehen.

Die Variationen eines Long Island Ice Teas sind unbegrenzt

Aber auch die Cola wird im Long Island oft durch andere Zutaten ersetzt. So sind Varianten wie Cola Light, echter Ice Tea oder Minzsirup eine gängige Alternative. Aufgrund der vielen Rezeptvarianten gibt es auch eine Vielzahl von abgewandelten Namen für den Long Island, darunter Texas Ice Tea, Tokyo Tea, Georgia Ice Tea oder Three Mile Island.

Der Long Island ist vor allem bekannt für seinen hohen Alkoholgehalt, der mit ungefähr 22% reinem Alkohol sehr viel höher liegt als der gewöhnlicher Longdrinks. Zurückzuführen ist der höhere Alkoholgehalt vor allem auf die geringfügige Verwendung von Mixern, die beim Long Island nur aus einem Schuss Cola besteht. Für die Hartgesottenen gibt es in vielen Bars sogar die Option „extra long“, die bedeutet, dass man einen noch größeren Long Island Ice Tea serviert bekommt und damit noch mehr Alkohol im Glas.

Zum Schluss soll noch die Frage nach der Herkunft des Cocktails geklärt werden. Angeblich soll der erste „erwachsene“ Ice Tea in den 1920ern gemixt worden sein, in der Literatur taucht der starke Drink das erste Mal 1961 auf. Während der Prohibition soll ein Mann in einer Gemeinde mit dem Namen Long Island in Tennessee den Cocktail erfunden haben. In der damaligen Version wurden allerdings Whiskey und Ahornsirup anstelle von Rum und Zitronensirup verwendet. Doch schon in den 20ern fügte man weitere fünf Spirituosen hinzu, weshalb der Drink schon immer für seine Wirkung populär war.

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