• J wie Jahrgang - Champagner ABC - Urban Drinks

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J wie Jahrgang

Erreichen die Trauben einer Jahresernte ein überragendes Niveau, werden sie zu einem Jahrgangschampagner verarbeitet, auch Champagne millésimé genannt. Für einen solchen Vintage-Tropfen dürfen lediglich Weine verwendet werden, die aus einer einzigen Ernte entstanden sind und nicht durch Reserveweine unterstützt werden. Ein Jahrgangschampagner muss mindestens drei Jahre im Weinkeller lagern, während für Nicht-Jahrgangschampagner mindestens 15 Monate vorgesehen sind. Die Jahrgangschampagner einer Marke sind in der Regel Raritäten, von denen nicht so viele Flaschen existieren wie von den Non-Vintage-Tropfen. Einige Luxusmarken konzentrieren sich vordergründig auf das Keltern von Vintage-Champagner - so zum Beispiel Louis Roederer und Dom Péringnon. Während erstere Marke zusätzlich Non-Vintage-Champagner in petto hat, setzt sich das Angebot bei Dom Pérignon ausschließlich aus Jahrgängen zusammen. Es handelt sich hierbei um die Luxus-Marke des Konzerns Moët & Chandon. Dom Pérignon Champagner ist in der Regel recht avantgardistisch. Er zeichnet sich durch einzigartige Aromenprofile aus, bei denen sowohl bittere als auch leicht salzige Noten durchaus auftreten können. Der Sinn und Zweck eines Jahrgangschampagners ist es, den Charakter des Jahres widerzuspiegeln, aus dessen Ernte der Tropfen entstanden ist. Dies ist eine Kunst, die nur von begabten Kellermeistern beherrscht wird. Bei der Zusammenstellung nennt man dies einen horizontalen Verschnitt. Das Gegenteil ist der vertikale Verschnitt, bei dem durch mehrere Jahrgänge hinweg eine Cuvée kreiert wird.

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