• E wie Enthefen - Champagner ABC - Urban Drinks

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E wie Enthefen

Wie gelangt eigentlich das Prickeln in den Champagner? Die Weine werden keineswegs mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser vermengt, um das zu erreichen - das wäre schändlich. Stattdessen wird die Sache ganz traditionell angegangen, indem man auf eine zweite Flaschengärung mit Hilfe von Hefe zurückgreift. Um die Tropfen zum Schäumen zu bringen, wird kurz vor der Lagerung eine gewisse Menge Hefe in die Flaschen gegeben und diese werden mit einem Kronkorken verschlossen. Dieser hält den Druck der Flasche besser aus als ein üblicher Korken. Anschließend geht es in die Rüttelpultanlage, zu der Sie mehr bei Teil 6 unseres ABCs erfahren. Beim Vorgang des Enthefens bzw. Dégorgierens wird die sich in der Flasche befindliche Hefe entfernt. Dafür werden die Flaschen über Kopf in ein Eisbad getaucht. Die im Flaschenhals angesammelte Hefe gefriert dadurch und übt vergrößerten Druck aus. Anschließend wird der temporäre Kronkorken - in der Regel maschinell - entfernt, und die geeiste Hefe schießt aus der Flasche heraus. Nun kann die Champagnerflasche mit einem herkömmlichen Korken versehen und wieder in die Lagerung gebracht werden. Durch die Verwendung von Hefe entsteht im Champagner ein ganz spezielles Aroma, das insbesondere bei Brut-Variationen an Brioche oder sogar geröstetes Brot erinnert. Die Hefe ist ein essenzieller Bestandteil der Champagnerherstellung.

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