Monkey 47

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Monkeys, sprich Affen, kommen für gewöhnlich nicht in deutschen Gefilden vor, auch nicht im Schwarzwald. Viel zu kalt wäre es den Primaten, die vor allem in den tropischen und subtropischen Regionen Afrikas, Asiens und Südamerikas beheimatet sind. Die einzige in Europa vorkommende Art ist der Berberaffe, der sich vermutlich durch die Hilfe von Menschen auf Gibraltar angesiedelt hat. Was könnte also den Monkey-Hype im süddeutschen Schwarzwald ausgelöst haben, wenn es dort keine natürlich vorkommenden Monkeys gibt?

Soviel sei gesagt: Die Geschichte reicht bis in das Jahr 1945 zurück und hat mit der traditionsreichen Spirituose Gin zu tun. Damals wurde der britische Kommandeur Montgomery "Monty" Collins in den britischen Sektor des geteilten Berlins bestellt. Bevor Collins nach Deutschland kam, war er bereits nach Indien und in andere Länder gereist, in denen er mehrere Sprachen erlernte, darunter auch Deutsch. Mit diesen Sprachkenntnissen und einer Verbundenheit Deutschland gegenüber half er im Nachkriegsberlin mit, die Trümmer zu räumen, und beteiligte sich daran, Häuser wiederaufzubauen. Vor allem engagierte Collins sich beim Wiederaufbau des Zoos, in dessen Zusammenhang er diesem einen Monkey schenkte, der fortan den Namen Max trug. Die Geschichte nimmt mit Collins' Verlassen der Royal Air Force 1951 und dessen Umzug in den nördlichen Schwarzwald eine entscheidende Wendung. Während er eigentlich geplant hatte, in das Uhrmachergeschäft einzusteigen, machte ihm sein nicht vorhandenes Talent einen Strich durch die Rechnung, und er sattelte um. Collins eröffnete sein eigenes Gästehaus, das er "Zum wilden Affen" taufte - dem Berliner Monkey Max zu Ehren.

Wie es sich als britischer Gentleman gehörte, wollte Collins trotz seines süddeutschen Wohnsitzes die Tradition des Gin-Trinkens nicht aufgeben. Damit war die Idee, Gin selbst zu produzieren, geboren. Für die Herstellung der womöglich englischsten Spirituose ist vor allem Wacholder von Nöten. Diesen gibt es im Schwarzwald zuhauf, da er eine Hauptzutat bei der Herstellung des Schwarzwälder Schinkens darstellt. Weiterhin benötigte Collins gutes Quellwasser und eine Reihe von Kräutern für seinen Gin - Ingredienzen, die sich ebenso problemlos in der süddeutschen Region fanden wie der Wacholder.

Der Schwarzwald Dry Gin feiert im 21. Jahrhundert seine Wiedergeburt

In den 1960er-Jahren verlieren sich die Spuren des ehemaligen britischen Kommandanten. Erst mit der Jahrhundertwende, als Collins' altes Gästehaus renoviert wurde, fand man eine alte Holzbox mit einer handbeschrifteten Gin-Flasche, auf dessen Label "Max the Monkey 47 - Schwarzwald Dry Gin" geschrieben war - die Wiedergeburt des Monkey 47 Gin! Der Flasche lagen außerdem persönliche Notizen Montgomerys sowie sämtliche Zutaten bei, die er für seinen Gin verwendete hatte.

Seit gut zehn Jahren führen die Entdecker des "Gin-Schatzes" nun Collins' Werk fort und produzieren mit viel Herz einen Gin, der mittlerweile in aller Welt Munde ist. Der Monkey ist auf jedem Label des Gins abgebildet, je nach Sorte hält dieser eine andere Zutat in seiner Hand. Bei Urban Drinks bekommen Sie zurzeit den Sloe Gin, der aus frischem Schlehdorn hergestellt wird, und natürlich das Original, den Monkey 47 Schwarwald Dry Gin, der als Hauptingredienz Wacholder hat. Neben diesen beiden Monkey-Produkten führen wir außerdem noch Sondereditionen, die zum Beispiel handgefertigte Holzboxen beinhalten.

Dass sich die neuen Chefs von Monkey bei der Wahl des Flaschendesigns für ihren Gin wohl an die ursprüngliche Form gehalten haben, fällt schnell auf. Fast schon wie alte Apotheker-Gefäße sehen die 0,5L-Flaschen mit dem Monkey aus und liegen damit voll im Retro-Trend. Der Gin aus dem Schwarzwald ist unbedingt Ernst zu nehmen und erobert die Herzen aller Gin-Liebhaber schon jetzt im Sturm.

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