Whisky-Cocktails

Old Fashioned

Old Fashioned

  • 4,5 cl Whisky (Bourbon oder Rye)
  • 2 Spritzer Bitter
  • 1 Zuckerwürfel
  • einige Spritzer Wasser

Zuckerwürfel in einem Tumbler-Glas mit dem Bitter tränken und einigen Spritzern Wasser benetzen. Mit einem Stößel zerstoßen und das Glas mit Eiswürfeln und Whisky füllen. Mit Cocktailkirsche und Orangenzeste garnieren. Hierbei handelt es sich um einen der ältesten Cocktails der Welt: Bereits 1806 wurde über ihn in einem Magazin geschrieben. Ein Old Fashioned kann sowohl mit Bourbon oder Rye Whisky als auch Irish Whiskey gemixt werden.

Whisky Sour

Whisky Sour

  • 4 cl Whisky
  • 8 cl Zitronensaft
  • 1 TL Rohrzucker
  • 1 Eiweiß

Alle Zutaten in einem Cocktailshaker sehr stark durchschütteln und in ein Tumbler-Glas mit Eiswürfeln abseihen. Der Cocktail wird hin und wieder auch als Boston Sour bezeichnet. Wer kein rohes Eiweiß verträgt oder aus religiösen Gründen nicht zu sich nehmen darf, kann es auch durch einen Schuss Ananassaft ersetzen. Über Whisky Sour wurde erstmalig 1870 in einer Zeitung in Wisconsin geschrieben.

Whisky Smash

Whisky Smash

  • 6 cl Bourbon Whisky
  • 2 cl Zuckersirup
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 2 frische Minzzweige

Minzblätter, Zitronenhälfte und Zuckersirup in einem Cocktailshaker zerstoßen. Whisky hinzufügen, gut mixen und in ein Tumbler-Glas mit Crushed Ice abseihen. Mit Minzzweigen garnieren. Bei einem Whisky Smash handelt es sich gewissermaßen um einen kurzen Julep. Der Drink kann nach Belieben auch mit etwas frischem Zitronensaft garniert werden, auch wenn dies aufgrund der Zitronenhälfte und der daraus ausgetretenen ätherischen Öle wahrscheinlich nicht nötig ist.

Manhattan

Manhattan

  • 5 cl Rye Whisky
  • 2 cl süßen roten Vermouth
  • ein Spritzer Bitter

Zutaten auf Eis rühren und in ein gekühltes Martini-Glas abseihen. Mit Cocktailkirsche garnieren. Der Cocktail soll angeblich entstanden sein, als Winston Churchills Mutter in den frühen 1870er Jahren in New York City ein Bankett für den damaligen Präsidentschaftskandidaten Samuel J. Tilden gegeben hatte. Das Bankett war ein voller Erfolg, und der Manhattan wurde daraufhin sehr populär. Während der Prohibition wurde er vordergründig mit kanadischem Whisky gemixt, da dieser noch erhältlich war.

Irish Coffee

Irish Coffee

  • 4 cl irischer Whiskey
  • 8 cl heißer Kaffee
  • 3 cl frische Sahne
  • 1 TL brauner Zucker

Gekochten Kaffee zusammen mit Whiskey und Zucker aufwärmen, nicht kochen. Heiß in einem Glas mit Sahne oben drauf servieren. Der Irish Coffee wird oft mit einer Haube aus geschlagener Sahne serviert, obwohl das Originalrezept nicht danach verlangt. Der Drink soll entstanden sein, als eine Gruppe Amerikaner über ein Flugboot nach Nordirland kam und mit etwas Whiskey im Kaffee gestärkt wurde.

Millionaire

Millionaire

  • 9 cl Whisky (Rye oder Bourbon)
  • 3 cl Orangenlikör
  • 1 TL Framboise
  • 1 TL Grenadine-Sirup
  • 1 Eiweiß

Alle Zutaten auf Eis im Cocktailshaker gut durchmixen und in ein gekühltes Martini-Glas abseihen. Damit das Eiweiß schön schaumig obenauf schwebt, müssen die Zutaten mindestens 20 Sekunden lang kräftig im Shaker geschüttelt werden. Wenn direkt mehrere Millionaires gemixt werden, reicht ein Eiweiß auch für zwei Drinks aus. Das Glas kann zuvor ähnlich wie beim Sazerac von innen mit Absinth benetzt werden.

Mint Julep

Mint Julep

  • 6 cl Bourbon Whiskey
  • 4 Minzblätter
  • 1 TL Puderzucker
  • 2 TL Wasser

Minze zusammen mit Zucker und Wasser in einem Tumbler-Glas zerstoßen. Glas mit Cracked Ice und dem Bourbon füllen und so lange verrühren, bis das Glas eisgekühlt ist. Mit Minzzweig garnieren. Wenn die Minze nicht so stark im Drink dominieren soll, kann sie sowohl aus dem Drink als auch als Garnitur entfernt werden. Der Mint Julep mit Bourbon ist der offizielle Drink des Kentucky Derbys, dem größten Pferderennen der Vereinigten Staaten.

Sazerac

Sazerac

  • 5 cl Rye Whisky
  • 1 cl Absinth
  • 1 Zuckerwürfel
  • 2 Spritzer Bitter

Tumbler-Glas von innen mit Absinth benetzen, mit Crushed Ice füllen und beiseite stellen. Whisky und Bitter über Eis rühren. Eis und Absinth aus dem Glas schütten und Whisky-Bitter-Mix hineinabseihen. Bei dem Sazerac handelt es sich seit 2008 kraft eines Gesetzes um den offiziellen Cocktail der Stadt New Orleans, wo der Drink 1859 von John Schiller erfunden wurde.

Colonel Collins

Colonel Collins

  • 5 cl Bourbon Whiskey
  • 2 cl Zuckersirup
  • Saft einer halben Zitrone
  • Soda

Whiskey mit Sirup und Zitronensaft in einem Tumbler-Glas mit Eiswürfeln umrühren. Mit kalten Soda auffüllen und einer Cocktailkirsche garnieren. Es gibt für nahezu jede Spirituosenart den passenden Collins-Cocktail. So wird die Rum-Variante als Ron Collins oder Pedro Collins bezeichnet. Ein Sandy Collins verwendet Scotch Whisky, in einem Mike Collins kommt Irish Whiskey zum Einsatz, und ein Comrade Collins basiert auf Vodka.

Lafayette

Lafayette

  • 9 cl Rye Whisky
  • 1,5 cl süßer roter Wein (wie Dubonnet Rouge)
  • 1,5 cl weißer Vermouth
  • 3 Spritzer Bitter

Zutaten auf Eis verrühren und in einen Tumbler abseihen. Mit einer Orangenzeste garnieren. Der Lafayette soll in den 30er Jahren entstanden sein und wird des Öfteren als „perfekter Manhattan“ bezeichnet. Tatsächlich ist der diesem Drink in seiner Herstellung sehr ähnlich. Nur wird der süße Vermouth beim Lafayette mit einem Drink wie Dubonnet Rouge etwas herber und weniger süß.

Whisky Cocktails stellen eine spannende Kategorie dar

Whisky trinkt man gerne pur. Doch auch vermixt in Cocktails oder Longdrinks – als Julep, Toddy, Sling, Punsch oder Highball. Heute feiert guter Whisky jeder Sorte wieder große Erfolge, ist weder aus der Haus- noch aus der richtigen Bar wegzudenken, und hat seinen zeitweise staubigen Ruf abgeschüttelt. Whisky Cocktails sind genau so beliebt wie ein Glas der puren Spirituose, obwohl ja ein jeder die vielen Mythen kennt, die sich um den typischen Whisky-Trinker ranken, der gerne in der alten Chesterfield vorm Kamin sitzt, einen Tumbler in der Hand und neben ihm eine Kristall-Karaffe. Doch dieser Eindruck ist abgedroschen, denn der Brand ist weder ein Drink für alte Männer noch eine Spirituose für die Elite. Whisky ist etwas für jeden – egal ob jung oder alt, reich oder nicht und vermixt in Cocktails oder pur. Es gilt, Whisky sollte vor allem schmecken und je nach Geschmack entstehen tolle Cocktails und Sorten.

Welchen Whisky mögen Sie am liebsten, und in welchen Cocktails schmeckt er am besten?

Als Erstes wäre es also wichtig herauszufinden, was für ein Whisky-Trinker sie sind. Welche Sorte bevorzugen sie und genießen sie diese lieber pur oder vermischt in Cocktails? Dazu genügt es natürlich nicht sich ein bestimmtes Wissen anzulesen, nein, sie müssen ran an den Speck. Probieren sie verschiedene Sorten aus, indem sie den Duft wahrnehmen, nippen und trinken. Nur so erfahren sie mehr über ihren eigenen Geschmack und können danach entscheiden, welcher der vielen Cocktails, der richtige für sie ist. Die Sorten sorgen auch für verschiedene Aromen in Cocktails. So kommt in Cocktails wie dem Mint Julep das süßliche Aroma eines Bourbons gut, und in Cocktails wie einem Irish Coffee eher ein Irischer Whisky als Gegenspieler zum Kaffee.

In ein paar Schritten zum perfekten Whisky Cocktail

Um ihnen eine erste Entscheidungshilfe beim Auswählen der richtigen Cocktails zu bieten, wollen wir ihnen zumindest das Einordnen der unterschiedlichen Whisky-Sorten erleichtern. Am besten beginnt man mit dem Getreide. Jede einzelne Sorte leistet ihren Beitrag zum resultierenden Geschmack und zur Textur eines Whiskys. Man nutzt die kleinen im Getreide vorhandenen Stärkepackungen, um sie anschließend in eine zuckerhaltige Lösung umzuwandeln. Erst dann wird die Hefe hinzugefügt und mithilfe von Enzymen im Getreide in Alkohol verwandelt. Die unterschiedlichen Getreide-Sorten leisten dann Verschiedenes. Da wäre zum Beispiel der gemeinsame Nenner fast aller Whiskys: Gerste. Sie ist einfach zu mälzen, weswegen sie in vielen Sorten zu finden ist. Die Bekannteste ist Single Malt, denn sie wird ausschließlich aus gemälzter Gerste zubereitet. Diese Sorte schmeckt meist schön kernig nach Getreide. In Bourbon, Rye und Canadian kommt Gerste ebenfalls zum Einsatz. Der Rohstoff für Corn sowie für Straight Bourbon und Tennessee ist Mais. Die Mashbill, also der Getreidemix, muss mindestens 51% betragen, um sich den Titel zu verdienen. Mais sorgt dann vor allem für Süße und mehr Fett, während Roggen einem Whisky mehr Biss verleiht. Weizen wird gerne in schottischem Grain verwendet. Auch Maker’s Mark beinhaltet Weizen. Im Gegensatz zu Mais enthält Weizen weniger Fett, wodurch er für blumige Süße und eine gewisse Zartheit sorgt. Doch kommen wir zum letzten großen Getreide: Roggen. Dieses dominante Getreide schmeckt man unmittelbar heraus, sobald sich der Geschmack in intensive Würze und Säure verwandelt. Definitiv eine Sorte, die man mögen muss. Also nichts wie ran an die Whiskys!

Sie kennen ihren Lieblings-Whisky? Dann ran an die Cocktails!

Wenn sie jetzt ihre Lieblings-Sorte aufgespürt haben, heißt es: Ab an den Tresen! Die oben aufgeführten Cocktails sollen ihnen die Wahl erleichtern. Jeder Cocktail enthält eine andere Basis, nach der sie nun auswählen können, welcher Drink etwas für sie sein könnte. Die Cocktails kommen auch nicht einseitig daher. Entscheiden sie, ob ihre Cocktails cremig oder fruchtig, traditionell oder modern sein sollen. Whisky Cocktails kommen ihnen da entgegen, denn es gibt so viele verschiedene. Vielleicht veranstalten sie auch einfach einen Abend mit unterschiedlichen Whisky Cocktails für ihre Gäste. So können sie sich getrost durch alle durchprobieren.

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