• Absinth

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Absinth ist eine aufsehenerregende Spirituose

Wer kennt ihn nicht? Absinth ist eine bekannte Spirituose, die noch heute viel Aufsehen erregt. Traditionell besteht der starke Schnaps aus Wermut, Anis, Fenchel und weiteren Kräutern. Das hängt jedoch von der jeweiligen Rezeptur ab. Meistens schimmert Absinth in einer grünen Farbe und wird darum auch „Die grüne Fee“ genannt. Mit kräftigen 45 bis 85% Vol. Alkohol ist er ohne Zweifel ganz oben bei den Hochprozentigen anzuordnen.

Erstmals wurde Absinth im 18. Jahrhundert im Val de Travers hergestellt. Der Ort im heutigen Schweizer Kanton Neuenburg (frz. Canton de Neuchâtel) diente als Zubereitungsstätte für den Drink, der dort und damals als Heilelixier verwendet wurde. Richtig berühmt wurde er erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und des frühen 20. Jahrhunderts in Frankreich. Ab dem Moment lechzten unzählige Menschen und Berühmtheiten nach Absinth. Charles Baudelaire, Vincent van Gogh, Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe und Oscar Wilde waren nur ein Teil von ihnen.

Am Zenit seiner Popularität haftete an dem beliebten Drink leider ein schlechter Ruf. Wegen seines Thujon-Gehalts sagte man Absinth nach, gesundheitliche Schäden hervorzurufen. Man verbot den hochprozentigen Drink in vielen europäischen Staaten und Amerika verboten. Da moderne Studien aber keine Schadenswirkung bestätigen konnten, schob man die Annahme auf die schlechte Alkoholqualität und gab den Verkauf wieder frei. Seit 1998 darf man sich Absinth also wieder gönnen.

Absinth wird in der Regel aus Wermut, Anis und Fenchel zubereitet

Doch wie genau wird der Tropfen zubereitet? Wenn man einen guten Absinth herstellen möchte, mazeriert man Wermut, Anis und Fenchel in Neutralalkohol oder Weinalkohol. Mit der Destillation trennt man die bitteren Stoffe des Wermuts ab und schafft einen viel angenehmeren Geschmack. Sollten Sie je einen Absinth trinken, der bitter schmeckt, ist das auf eine sehr schlechte oder gar keine Destillation zurückzuführen.

Grün wird Absinth in der Regel durch Kräuter. Da wird dann auf Pontischem Wermut, Melisse oder Ysop zurückgegriffen, die später auch wesentlich zum Geschmack beitragen. Heute werden allerdings auch viele Sorten ganz einfach eingefärbt. So oder so - der Geschmack, das Aussehen, die Art in zu trinken, und seine Wirkung sind bis jetzt unvergleichlich.

1860 stand der Erfolg des Absinths an seinem Höhepunkt. Die Zeit wurde auch „grüne Stunde“ genannt. Die Spirituose etablierte sich in vielen Metropolen Frankreichs und zog in Literatur- und Kunst-Kreise ein. Mit einem Absinth in einer Bar oder in einem Café zwischen 17 und 19 Uhr zu sitzen galt als chic. Man fand in vielen Cafés Tische, auf denen in der Mitte Wasserbehälter standen, die wiederrum mit Wasserhähnen versehen waren. Mit typischen Absinth-Löffeln, einem Stück Zucker und ihren Gläsern ausgestattet, saß die Bohème dann um den Tisch und ließ kleine Mengen Wasser auf den Zucker tropfen. Die Zuckerlösung gelangte in den Drink und verfärbte ihn milchig weiß. Nach dem Erreichen der optimalen Trinkstärke genoss man ihn gemeinsam.

Wie schon erwähnt war Absinth DAS Getränk der Bohème. So setzten viele Künstler ihre Liebe zum Drink in ihren Werken um. Édouard Manets Gemälde „Der Absinthtrinker“ dürfte vielen ein Begriff sein. Um 1859 entstanden, sorgte es für Diskussionen und Kritik. Der Pariser Salon lehnte es sogar ab. Ach ja, auch Oscar Wilde beschrieb Absinth in poetischen Worten über Farbe und künstlerische Eigenschaften.

Sie haben Lust auf Absinth bekommen? Dann sichern Sie sich doch eine Flasche bei uns im Shop. Trinken dürfen Sie ihn natürlich wie immer ganz wie es Ihnen beliebt. Verdünnen Sie ihn mit Wasser oder genießen Sie ihn mittels des tschechischen Feuerrituals. Hierzu brauchen Sie einen üblichen Löffel, ein Shot-Glas, einen Würfel Zucker, Wasser und Feuer. Lassen Sie das Absinth getränkte Zuckerstück brennen und in den Absinth tropfen. Viel Spaß!

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